Aktuelle Ankündigung

Lüneburger Bachwoche vom 21.-27.September

www.bach-woche.de

Konzerte des Bachorchesters am 21. und 27. September


    Lüneburger Bachorchester live:

Haydn-Violinkonzert G-Dur mit Anne Maria Wehrmeyer am 3.12.2017 , Kloster Lüne


Bach-Klavierkonzerte d-moll und f-moll mit Miku  Nishimoto-Neubert am 27.9.2017 , Fürstensaal

Mozart-Sinfonie A-Dur KV 201 (4.Satz) am 12.7.2015,Kloster Lüne

Brandenburgisches Konzert Nr.2 mit Jens Lindemann 
https://soundcloud.com/trumpetjens/jens-lindemann-brandenburg-no



LZ vom 10 4.2018

40 Jahre und kein bisschen leise

Das Bachorchester feiert seinen runden Geburtstag mit einem Festkonzert

(von Antje Amoneit)

In Hochform präsentierte sich das Lüneburger Bachorchester zum Festkonzert in der Kirche anlässlich seines 40-jährigen Bestehens: Professionell, dynamisch beseelt und merklich von positiver Energie getragen musizierte das Streichorchester zunächst Solokonzerte von Bach und Boccherini. Nach der Pause waren Oboen und Hörner dabei, um in feindynamischem Zusammenspiel mit den Streichern Mozarts Es-Dur-Sinfonie (KV 16) und der 44. Sinfonie in e-moll von Haydn Tiefsinn, Klangpracht und mitreißenden Frohsinn mitzugeben. 

Mit Blumen und einer Dankesrede hatte der 2. Konzertteil begonnen. Günter Kyas, einer der treuesten Mitstreiter im Orchester, würdigte die beiden Konzertmeister und Dirigenten: Claus Hartmann, der das Orchester vor 40 Jahren gegründet und geleitet hatte und heute noch als Violinist mitwirkt, und Leonie Hartmann als aktuelle Konzertmeisterin und Dirigentin. Vor einiger Zeit löste die Violinistin des Mainzer Staatsorchester ihren Vater auch bei der Probenarbeit ab. Dank richtete Kyas auch an das Kloster Lüne, das für die Veranstaltungen des Orchesters stets die Kirche offen halte. Kyas erinnerte an die Historie des Orchesters, das eigentlich seit 1971 besteht, denn seit diesem Jahr leitete Claus Hartmann das Bachorchester Herzogtum Lauenburg.  1978 wurde daraus das Lüneburger Bachorchester mit Sitz in der einzigen Stadt in Westdeutschland, in der Bach gelebt und gewirkt hat. Typisch für die Programme waren schon früh populäre Werke mit dem Schwerpunkt Barock und Klassik, aber auch von Komponisten der Romantik bis hin zu zeitgenössischer Musik. Immer galt es, Nachwuchstalente zu fördern, aber auch bekannte Solisten einzuladen, nicht zu    vergessen zur Bachwoche, die ebenfalls 1978 gegründet wurde.  Sie findet seit 2000 alle zwei Jahre statt  -  in diesem Jahr vom           21. bis 27. September. Das Bachorchester wird die Rahmenkonzerte gestalten.

Zu den Kammerensembles, die sich aus Orchestermitgliedern zusammenfinden, gehören neben dem Hartmann-Trio auch Quartette und Quintette. Fast immer ist der in Lüneburg aufgewachsene Cellist Oliver Göske dabei. Göske, seit 1989 Cellist beim Bayerischen Staatsorchester und Cellist des Schumann-Quartetts München, übernahm in Lüne das Solo des Boccherini-Konzerts für Violoncello und Orchester Nr. 6 in D-Dur. In schönstem Dialog mit dem Orchester gestaltete Göske sein hochvirtuoses Solo souverän und gefühlvoll. Er kostete den sonoren Klang seines alten Instruments aus, stürmischer Applaus war ihm sicher!

Nicht zuletzt setzten die drei Violinistinnen Leonie Hartmann, Jana Springer und Anne Geisemeyer Glanzpunkte. Sie hatten das musikalische Jubiläum des Bachorchesters mit einem Werk des Namensgebers, dem Konzert für 3 Violinen und Streicher D-Dur, eingeleitet. Begleitet vom transparenten und lebendig pulsierenden Orchesterklang musizierte das Trio fein intonierend, stilsicher und mit viel Gefühl für Details und die Klangschönheit der sich immer neu miteinander verflechtenden Partien. Begeistert und ausgiebig, wie nach jedem Stück dieses Jubiläumskonzerts, feierte das Publikum Solisten und Orchester.



          

   

   Bachorchester im Fürstensaal

Am Mittwoch, den 27. September 2017 um 20 Uhr spielt  das Lüneburger Bachorchester Werke seines Namenspatrons im Fürstensaal des Lüneburger Rathauses. Auf dem Programm stehen Bachs Klavierkonzerte in E-Dur, A-Dur, f-moll und d-moll.

Solistin ist die Leipziger Bachpreisträgerin Miku Nishimoto-Neubert. Die in Tokio geborene Pianistin gewann viele internationale Wettbewerbe, u.a. den Concurso internacional Porto und den Clara-Haskil-Wettbewerb in Vevey. In Europa, Japan und Nordamerika tritt sie häufig als Solistin, Kammermusikerin und Liedbegleiterin auf. Sie ist Dozentin für Liedbegleitung an der Hochschule für Musik und Theater in München.

Nishimoto gilt als glänzende Bach-Interpretin. Ihr Spiel zeichnet sich durch strukturelle Klarheit, Stilsicherheit und starke Ausdruckskraft aus. Alle ihre Neueinspielungen Bachscher Werke erscheinen frisch und unmittelbar.

Dem Lüneburger Konzertpublikum ist sie durch ihre begeisternden Klavierabende während der Lüneburger Bachwoche in bester Erinnerung.

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In der Kreuzkirche am Bockelsberg, einem schönen, großzügigen Bau der klassischen Moderne, fand das erste Lüneburger Konzert des Bach-Orchesters unter der Leitung von Claus Hartmann statt. Wegen der guten Akustik kehrte das Orchester immer wieder dorthin zurück. So konzertierte dort vor 10 Jahren, im Februar 2001, die inzwischen international gefeierte Geigerin Baiba Skride mit dem Bachorchester.




Im Jahr 1978 wechselte das Bach-Orchester Herzogtum Lauenburg, dessen Leitung Claus Hartmann 1971 übernommen hatte, nach Lüneburg und erhielt den Namen Lüneburger Bachorchester. Schon lange waren die meisten seiner Mitglieder aus Lüneburg. Das Orchester hatte sich bereits unter seinem früheren Namen durch erfolgreiche Konzerte in Lüneburg bekannt gemacht und setzte in den nun folgenden Jahren seine Konzerttätigkeit noch intensiver fort. Es musizierte mit international bekannten Künstlern sowie mit Nachwuchstalenten aus den eigenen Reihen.

Solisten des Orchesters schlossen sich zum Klaviertrio und Klavierquintett zusammen und gaben vielbeachtete Kammermusik-Abende mit Werken der Klassik und Romantik.

Das Lüneburger Bachorchester ist wesentlicher Mitgestalter der seit 1978 stattfindenden Lüneburger Bachwoche.

Spürbare Hingabe, klangschönes Zusammenspiel und Flexibilität charakterisieren dieses Ensemble. So ist es nicht verwunderlich, dass es häufig als Partner für große Oratorienaufführungen eingeladen wird. Im Laufe der Zeit haben sich die Lüneburger ein umfangreiches Repertoire erarbeitet, welches sie in über 250 Konzerten zu Gehör brachten. Großen Anklang fanden zwei CDs. Die eine enthält ausschließlich Werke von Bach, die andere neben seinem berühmten „Doppelkonzert“ Werke von Schumann, Mendelssohn und Mozart: das Klavierkonzert in Es-Dur KV 271 wurde im Fürstensaal des Lüneburger Rathauses, die anderen Werke in der Klosterkirche Lüne aufgenommen.